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Junge Welt marries the state

Ein Cop (oder jemand anderes via dessen Computer) warnt Hausbesetzer in Berlin vor einer anstehenden Räumung. Die Junge Welt bekommt irgendwie Wind davon und verpfeift den Cop. Das ist nicht nur kein Quellenschutz sondern eiskalte Kollaboration gegen jene, die die Junge Welt vorgibt zu unterstützen. Vielleicht war der Cop oder das Haus aber auch “antideutsch”. Nachzulesen ist das ganze in der Berliner Zeitung.

  1. egal
    5. Januar 2012, 17:37 | #1

    Tja, freut mich, dass deine Gehässigkeit schön nach hinten losgeht..
    Da wird also vorbehaltlos der Berliner Polizei und der Berliner Zeitung geglaubt, ohne abzuwarten, was andere dazu sagen..

    Siehe dazu die Aktualisierung mit der Stellungnahme der jW
    http://syndikalismus.wordpress.com/2012/01/05/berliner-zeitung-journalist-der-jungen-welt-unfreiwilliger-polizei-informant/

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  2. 6. Januar 2012, 13:22 | #2

    @egal

    Dies zur Stellungnahme der jW, kolportiert u.a. via deinem Link zu syndikalismus.wordpress.com:

    “Der angesprochene Kollege arbeitet seit Ende 2009 nicht mehr für uns.”
    Heißt übersetzt: zu gegebenem Zeitpunkt (Räumung 24.11.2009) hat der Kollege vermutlich noch bei der jW gearbeitet. Oder stimmt die andere jW-Aussage, nämlich, dass er die Redaktion erst vor einem Jahr verlassen hat, wie es hier heißt:

    “Der Kollege, der die junge Welt vor einem Jahr aus persönlichen Gründen verlassen hat [..]”

    Dann nämlich hat er zu gebenem Zeitpunkt definitiv noch bei der jW gearbeitet. Dass er mittlerweile jetzt nicht mehr da arbeitet: who cares?

    “Deshalb haben sie unseren Kollegen kontaktiert, und der hat bei der Polizei nachgefragt, aber keine email weitergeschickt.”
    Ich gehe mal davon aus, er hat die Mail nicht weitergeleitet. Aber überhaupt bei den Cops nachzufragen ob da was dran sei ist letztlich nichts weiter als die Frage alá “Wir vermuten, und das aufgrund irgendwelcher vorliegenden Dinge, es gibt bei euch einen Geheimnisverräter. Ist da was dran?” Das ist schon dämlich genug, oder?

    “Die Hausbesetzer selber haben Teile der email auf ihrer Internetseite veröffentlicht.”
    Haben sie. Siehe die Website hier und hier . Dort heißt es:

    “Vor diesem Hintergrund erscheinen die ‘Warnungen’ durch anonyme Anrufe und Emails an die Bewohnerinnen in einem völlig anderen Licht.” (Link 1)
    “Vor diesem Hintergrund erscheinen die Warnanrufe vor der tatsächlichen Räumung und
    die an das Hausprojekt gerichteten Emails von einem angeblich wohlmeinenden Polizisten in einem anderen Licht. Wir sind davon überzeugt, dass eine gewalttätige Verteidigung des Hauses forciert werden sollte, um den zahlreich eingeladenen Pressevertretern ein gefährliches Terrornest präsentieren zu können. Zitat aus einer Email an die Brunnen183, von Mo. den 23.11.2009: ‘Ich bin zwar Polizist, solidarisiere mich aber mit der Linken Szene. Bitte vertraut mir und bereitet euch auf die Räumung vor, es sind 4 Hundertschaften für die Räumung vorgesehen, sowie ein SEK – Team.'”
    (Link 2)

    Beide Einträge auf der Website sind vom 4. Dezember – also nach der Räumung.
    Laut jW war der “Kollege” also schneller, denn er hat am 2. Dezember nachgefragt. Sich darauf zu stützen, die Bewohner hätten es ebenfalls veröffentlicht, ist daher Murks.

    Auch bei nicht-Weiterleitung der Mail bleibt es bei den Kernaussagen: kein Quellenschutz, dämliches Verhalten.

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