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Wer schreibt denn dann die Polizeimeldungen ab?

Die LVZ ist in Bewegung. Nicht nur, dass der ehemalige Chef Bernd Hilder (wir erinnern uns: Vorsit zender des Presserats) seinen angestrebten Job beim affärenverseuchten MDR nicht bekommen hat, jetzt wird er auch bei der LVZ zu einem Korrepondentenposten nach Brüssel weggelobt. Als Nachfolger ist Dirk Birgel von den Dresdner Neusten Nachrichten (DNN) im Gespräch. Der twittert, ist FDP-Fan und spricht beim Deutschlandfunk ab und zu einen Kommentar – mal über die Frauenquote, mal über Vorratsdatenspeicherung.

Das ist das eine. Das andere ist, dass LVZ-Eigentümerin Madsack offensichtlich den ein oder anderen Euro einsparen will. Das berichten taz und andere. Über 50 Stellen sollen bei der LVZ gestrichen werden, davon 30 in der Redaktion. Betroffen ist allerdings wohl hauptsächlich der Teil der Redaktion, der für den überregionalen Teil verantwortlich ist. Dass diese Teile der knapp 20 Madsack-Zeitungen werden in Zukunft also noch ähnlicher.

[..] Themen aus der Region mit überregionaler Relevanz würden auch künftig in Leipzig erarbeitet. Kritiker sehen in dem Konzept einen Verlust für die Meinungsvielfalt, da so in vielen Zeitungen identische oder sehr ähnliche Artikel stünden. (Quelle: taz)

Da die taz den Lokalteil der LVZ nicht kennt, erschließt ihr leider nicht, dass weniger LVZ durchaus auch mehr Qualität bedeuten kann. Und die Polizeipressemitteilungen können ja in Zukunft auch Bots oder Roboterjournalisten abschreiben.